Die KFZ Sachverständigen

Neu im Prüfungsbogen der Hauptuntersuchung:

Was sind „gefährliche Mängel“?

Im Zeitraum zwischen 2011 und 2020 tritt schrittweise eine EU-Verordnung in Kraft, welche die Verkehrssicherheitsrichtlinien innerhalb der EU angleichen soll, sodass die Straßen europaweit sicherer werden. Bestehende Mindeststandards behalten die Länder dabei in jedem Fall bei. Durch die Verordnung können jedoch, je nach bestehender Rechtslage, neue oder strengere Richtlinien veranlasst werden. In Deutschland gehört dazu unter anderem der Zusatz der Kategorie „Gefährliche Mängel“ im TÜV-Prüfbogen. Wir von Auto-Experts-Köln erklären Ihnen hier, welche Mängel in diese neue Kategorie fallen und was das für Sie als Fahrzeughalter bedeutet.

Was ändert sich durch die Kategorie „gefährliche Mängel“?

Bis zum 20. Mai 2018 konnte im Zuge der HU beim Fahrzeug gegebenenfalls ein „geringer Mangel“ oder ein „erheblicher Mangel“ festgestellt werden. Bei einer akuten Gefährdung des Straßenverkehrs wurde das Fahrzeug als „verkehrsunsicher“ eingestuft. Alle diese Kategorien bleiben auch in Zukunft so bestehen, das Attribut „gefährlicher Mangel“ bildet lediglich eine zusätzliche Stufe zwischen „erheblicher Mangel“ und „verkehrsunsicher“. Verkehrsunsicher ist ein Fahrzeug dann, wenn es sich auf keinen Fall mehr im Straßenverkehr bewegen kann, da es eine akute Gefährdung darstellen würde. Bei einem erheblichen Mangel ist das Fahrzeug zwar reparaturbedürftig, kann jedoch noch bis zum Reparaturtermin genutzt werden. Liegt ein gefährlicher Mangel vor, darf das Fahrzeug nur noch in einem begrenzten Umfang im Straßenverkehr bewegt werden, zum Beispiel bei der Fahrt zur nächstgelegenen Werkstatt.

Wann liegt ein „gefährlicher Mangel“ vor?

Gefährliche Mängel können an verschiedenen Teilen des Fahrzeugs auftreten und dazu führen, dass Sie am Ende der TÜV-Untersuchung keine Plakette erhalten. Zu den gefährlichen Mängeln, die besonders häufig auftreten, gehören unter anderem:

    • Fehlfunktion der Beleuchtung
    • Schadhafte Bremszylinder
    • Verschlissene Bremsscheiben
    • Undichte Bremsschläuche
    • Selbst reparierte Teile

Wird ein solcher Mangel an Ihrem Fahrzeug festgestellt, wird dieser entsprechend vermerkt und eine Ausbesserung ist vonnöten, ehe Sie mit Ihrem Wagen wieder am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

Was für Sie als Fahrzeughalter wichtig ist

Bezüglich der Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit Ihres Fahrzeugs ändert sich durch die Festlegung der neuen Kategorie nichts. Achten Sie stets auf einen einwandfreien Zustand Ihres Fahrzeugs, wird dieses bei TÜV-Untersuchungen stets das Zertifikat „ohne Mängel“ erhalten. Die zusätzliche Kategorie wird es Ihnen lediglich erleichtern, Ihren Wagen schnellstmöglich reparieren zu lassen, falls bei der HU oder AU wider Erwarten doch ein Mangel festgestellt wird. Haben Sie zu gefährlichen Mängeln im Allgemeinen oder einem konkreten Fahrzeugmangel im Speziellen noch Fragen, wenden Sie sich gerne an uns von Auto-Experts-Köln, denn wir beraten Sie jederzeit gerne.

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